Hier gibt es alle Tänze, die ihr bei uns lernen könnt
Hier gibt es alle Tänze, die ihr bei uns lernen könnt

Was ist Ihr Lieblingstanz?

Was Sie in unserem Haus erwartet, ist Lebensfreude in so ziemlich jeder tänzerischen Form. Informieren Sie sich über unsere Tänze, und lassen Sie Herz, Bauch und Füße entscheiden, welche Tänze zu Ihnen passen. Wir freuen uns auf Sie.

Der sanfte Bruder des Wiener Walzer – Langsamer Walzer

Dass der Wiener Walzer ein flottes Tempo vorlegt, merkt jeder, der sich für diesen kaiserlichen Tanz aufs Parkett begibt. Eine gemütlichere Variante gibt es aber auch. In den USA entwickelte sich im späten neunzehnten Jahrhundert der Boston, in dem die Wiener Figuren bei deutlich niedrigerem Tempo beibehalten werden. Aber auch in Europa ließ man es sich nicht nehmen, eine weniger schwindelerregende Version des Wiener Walzers zu entwickeln – den English Waltz.
Bei uns wird auch English Waltz getanzt. Das bedeutet zwar nicht, dass man während des Tanzens noch Zeit für eine Tasse Tee hätte, doch immerhin halbiert es das Tempo des Wiener Walzer. Da kommt man nicht aus der Puste, aber schnell in den Genuss.

Von bäuerlich zu kaiserlich – Wiener Walzer

Als der Wiener Walzer im Alpenraum entstand, war das Entsetzen über so viel Zügellosigkeit groß. Ein freier Blick auf die Knöchel der Dame und öffentliche Berührungen zwischen Mann und Frau waren im Mittelalter ein höchst seltenes Vergnügen. Aber weil schöne Dinge sich immer durchsetzen, war auch diesem Volkstanz kein Einhalt zu gebieten. 1814 wurde der beliebte Tanz durch den Wiener Kongress nahezu salonfähig, und von da war es nur noch ein kleiner Schritt zur Popularität.
Was der Wiener Kritiker Eduard Hanslick die „Marseillaise des Herzens“ nannte, hat bis heute befreiende Wirkung, was nicht zuletzt an dem hohen Tempo liegt, (58-60 TPM) mit dem die Partner sich drehen. In Kombination mit der heute üblichen schwebenden Form ist der Wiener Walzer eine lebendige Mischung aus Lebensfreude und Eleganz. Kein Wunder, dass er weder auf Hochzeiten noch auf dem Opernball fehlen darf. Wann schlägt Ihre elegante Stunde?

Liebe auf den zweiten Blick – Foxtrott

Der Foxtrott gilt zu Unrecht als simpler Universaltanz, den man verlegenheitshalber auf so gut wie jede Musik und auch ohne Kenntnisse tanzen könne. Zwar ist sein Grundschritt leicht zu erlernen, doch bedeutet das nicht, dass man deswegen auch gleich leichtfüßig aussieht. Da der Foxtrott ein Geh- und Schreittanz ist, ist etwas Finesse vonnöten, um ihm die tänzerische Eleganz und Leichtigkeit zu verleihen. Wahr ist, dass er sich auf viele unterschiedliche Musikstile tanzen lässt – beispielsweise auf Pop oder HipHop. Der Grundschritt wird bald durch verschiedene Figuren ergänzt, die dem Treiben auf dem Parkett Stück für Stück mehr Komplexität und Variantenreichtum verleihen.
Zu diesem Zeitpunkt hat man sich auf den zweiten Blick bereits in diesen Tanz verliebt, und kann künftig seinen Ausläufer anvisieren: den technisch anspruchsvollen Slowfox oder Quickstep.

Kokett aufs Parkett – Cha Cha Cha

Im Kuba der 50er Jahre ging der Cha Cha Cha aus der Mambo und dem Danzón hervor, um dann in den 60er Jahren auch Deutschland zu erobern. Der Tanz wird heute in zwei höchst unterschiedlichen Varianten getanzt: der ursprünglichen, kubanischen Form und der westlichen Variante, die in den Turniertanz Einzug hielt. Cha Cha Cha tanzt sich gut zu lateinamerikanischer Musik, aber auch zu Pop oder Latin Rock. Er ist ein heiterer Tanz, unbeschwert und leicht, und vor allem auch recht leicht zu erlernen. Dort wo die Rumba mit schwerer Erotik aufwartet, verführt der Cha Cha Cha mit fröhlicher Koketterie.
Da der Cha Cha Cha stationär getanzt wird, also weitgehend auf der Stelle stehend, entfaltet sich sein Charme durch Bewegungen der Hüfte und harmonische Bewegungen. Die kann man lernen, zum Beispiel bei uns.

Let’s get wild, Baby! – Boogie

In der Familie der Swing Tänze ist dieser Geselle zuhause: der Boogie-Woogie. Man kann ihn als Vorläufer des Rock 'n' Roll bezeichnen, dessen Wurzeln in den USA der 20er Jahre liegen. Als Ghettotanz der afroamerikanischen Bevölkerung war er eine Revolution – vor allem, weil es keine vorgeschriebenen Schrittfolgen gab. Zunächst waren Kritiker entsetzt, denn der Boogie stellte nichts dar, schien ziellose Bewegung mit einem Partner, der zum Bezugspunkt eines Solotänzers verkommt. Die Jugend der 50er konnte sich hingegen nicht daran satt tanzen, und wen kümmern schon Kritiker, wenn die Füße nicht still stehen können?
Wozu der freie Stil des Boogie führte, ist noch heute spürbar: kreative Köpfe und Füße haben sich mit Improvisationen ausgetobt, was den Boogie so variantenreich, frei und wild macht, und darüber hinaus zu einem großen Vergnügen. Der heutige europäische Boogie ist klarer definiert und zeichnet sich durch saubere Fußarbeit aus. Walzerlinksgestrickt bringt Ihre Füße in Stellung.

Vielfalt hat einen Namen – Discofox

Der Discofox ist ein junger Tanz, der jung und alt begeistert. Erst in den Siebziger Jahren entstand er als eine Ableitung des Foxtrott, der Elemente aus Swing, Boogie und Two Step in sich trägt. Der Discofox ist die europäische Variante, in den USA etablierte sich der Hustle.
Discofox hat viele Gesichter, und viele davon kennen wir aus anderen Tänzen: Wir finden lateinamerikanische Tanzelemente, Wickelfiguren der Salsa und pures akrobatisches Feuer aus dem Rock 'n' Roll. Er ist daher ein variantenreicher Tanz, der fantasievolle Choreographien möglich macht.
Wenn Ihre Fantasie also wieder mal die Flügel ausbreiten möchte, sind Sie hier an der richtigen Stelle. Wir fliegen mit und sorgen für eine stilsichere Landung.

Hier brodelt die Leidenschaft – die Rumba

Die Rumba lebt schon seit dem 19. Jahrhundert, aber ihr Feuer brennt mit jugendlicher Leidenschaft. Der kubanische Tanz hat seit seinem Siegeszug in den Kanon der lateinamerikanischen Tänze schon zahllose Köpfe und Hüften verdreht. Wer einmal von der Rumba entflammt wurde, kann nicht mehr von ihr lassen, und nicht nur deswegen gilt sie als erotischer Tanz. Es gibt drei Varianten: den Columbia, den Yambu und den Gueguanco, doch für alle gilt: Mann und Frau werden auf dem Parkett zu einer Einheit, stimmen ihre Bewegungen so harmonisch aufeinander ab, dass sie wie verschmolzen der Choreographie folgen. In der Rumba werden die kleinen und großen Dramen der Liebe in einem feurigen Spiel getanzt: das Umwerben, die Ablehnung, Sehnsucht und Hingabe.
Eine Liebeserklärung auf vier Füßen könnte man die Rumba auch nennen, aber um die virtuos zu tanzen, bedarf es einiger Übung und viel Feingefühls. Wir outen uns als Rumbaholics – und Sie?

Lebensfreude pur – Jive

Einer der lateinamerikanischen Tänze, die gern auf Turnieren getanzt werden, ist der Jive. Müsste man den Jive beschreiben, wäre wohl Lebensfreude das angemessene Wort. Die verschiedenen afrikanischen Einflüsse sind noch heute deutlich zu sehen. Der Jive kombiniert Elemente aus Jitterbug, Blues Swing, Boogie und Rock 'n' Roll, und bringt diese in außergewöhnlichen Choreographien unter. Die Tanzhaltung beim Jive ist offen, Figuren wie Kicks und Twists unterstreichen die Offenheit und Leichtigkeit beim Tanzen.
Wenn die Hüfte beim Jive geschwungen wird, denken wir nicht an die Rumba, denn hier wird die Merengue-Hüfte getanzt, bei flottem Tempo und mit viel Ausdruck.

Champagner gehört nicht nur ins Glas - Quickstep

Wer den Foxtrott beherrscht, hat beim Quickstep gute Karten, denn der Foxtrott enthält Schritte, die im Quickstep grundlegend wichtig sind. Der junge Tanz entstand 1910 in den USA und wurde seither einige Male modifiziert, vor allem um sich vom Foxtrott abzuheben. Die Hebe- und Senkbewegungen des Quickstep ähneln denen des Walzers, ansonsten glänzt der junge Tanz durch frische und fröhliche Bewegungen, Sprünge und Tempo, was ihm unter Kennern die Bezeichnung „Champagner unter den Tänzen“ einbrachte.
Spritzig, rhythmisch und lebensfroh geht es auf der Tanzfläche zu, musikalisch begleitet von Swing oder Pop.
Und weil man für Quickstep neben einem guten Gedächtnis einen geduldigen Tanzlehrer braucht, ist Walzerlinksgestrickt die richtige Adresse für Ihre Portion Parkettchampagner.

Feuerwerk der Tanzschritte – die Samba

Die Samba ist ein lateinamerikanischer Tanz, der es in sich hat: hier brennt das Feuer afrobrasilianischen Tanzfiebers bei bis zu satten 53 Takten pro Minute. Schnelle Hüftbewegungen, Bouncen und gelaufene Figuren fordern viel Koordination und Konzentration vom Tänzer, dafür ist das Ergebnis aber unwiderstehlich schön. Gekonnt getanzt ist die Samba eine fließende Bewegung zweier Tanzpartner, die sich selbst vergessen. Die europäische Variante der Samba hat sich zwar von den brasilianischen Ursprüngen abgesetzt, sie bleibt aber feurig, leidenschaftlich und einfach unwiderstehlich.
In Deutschland ist die Samba inzwischen so beliebt, dass ganze Massen tanzbegeisterter Menschen zu Festivals eintrudeln, um das Feuer weiterzutragen. Besonders erwähnenswert ist hier sicher das Samba Festival in Coburg mit rund 100.000 Besuchern. Ganz so viele Menschen tummeln sich zwar nicht in unserem Tanzsaal, aber lebendig ist es garantiert.

Der König der Standardtänze - Slowfox

Der Slowfox ist ein Standardtanz, der im England des 20. Jahrhunderts aus dem Foxtrott entstand. Beim Slowfox ist alles hochklassig – sowohl musikalisch als auch technisch befindet er sich auf hohem Niveau, weswegen er an Tanzschulen erst in weit fortgeschrittenen Kursen unterrichtet wird. Die Schrittfolge verrät den traditionellen englischen Ursprung, und das englische Understatement lässt sich auch in den typischen raumgreifenden fließenden Bewegungen erkennen, bei denen die Tanzpartner stets absolute Körperspannung halten. Der Slowfox sieht leicht und edel aus, wenn er vollendet getanzt wird, aber die anspruchsvolle Herausforderung liegt in der Anspannung, den sparsam eingesetzten Bewegungen und der Dynamik, die hier aus dem Fuß, und nicht aus dem Knie entfaltet wird.
Let’s get british, Ladies and Gentlemen!