Charlston Unterricht in Berlin: 20er Jahre neu erleben!

Bitte beachten!

Safety first! Coronabedingt finden zur Zeit keine Open Classes und Workshops statt. Wenn sich die Situation entspannt hat, geht es natürlich wieder los.

Hier kannst Du auch alleine kommen!

Die Füße twisten, die Knie verknoten sich, die Arme schwingen durch – und selbst der Allerwerteste ist schwungvoll beteiligt: Der Charleston ist der beliebteste Gesellschaftstanz der Goldenen 1920er Jahre und unser Tanz des Jahres 2020. Charleston zeichnet sich durch verschiedenste Stilarten aus und kann alleine oder zu zweit getanzt werden. Im Walzerlinksgestrickt lernst Du sage und schreibe 100 Jahre später die schmissige Musik bis zum "Neo-Charleston" kreativ zu interpretieren.

„Alle kennen ihn, keiner kann´s“: Buchstabensalat!

Kein Wunder, denn der Charleston erfordert eine anspruchsvolle Koordination Deines ganzen Körpers. Die Füße werden so verdreht, dass die Beine abwechselnd ein „O“ und ein „X“ ergeben. Deine Knie steuern diesen „Buchstabensalat“, die Arme pendeln oder kreisen dazu.

Und natürlich soll alles ganz so kinderleicht aussehen wie bei Josephine Baker, der unvergessenen Sängerin und Tänzerin im Bananenröckchen.

weiterlesen ...

Gerd & Nataliya improvisieren Charleston-Moves

... weiterlesen (Fortsetzung)

Radikal neu: „Charleston reinigt die Tradition vom Staub der Jahrzehnte“

Einfach unerhört: Junge „flatterige“ Frauen – die sogenannten Flappers – trugen vor 100 Jahren kurze Röcke, kurzes Haar, lange Perlenketten, sie hörten Jazz, rauchten und tranken Hochprozentiges und setzten sich selbstbewusst über alle Regeln des „good behave" hinweg. Ein Hoch auf das Charlestonkleid: In den taillenlosen Kleidern hatten Frauen nun endlich unbegrenzte Bein- und Bewegungsfreiheit. Erstmals kniefrei wurden diese sogar geschminkt! „Shocking“: Sie schlüpften auch in Hosen und Anzüge und tanzten die Schritte der "Männer".

Aber Achtung: Der Charleston war und ist keineswegs ein „Frauentanz“! Auch die Herren der Schöpfung machen in Frack und Zylinder, weißen Handschuhen und pailettenbesetzten Westen, mit Hut und Stock als "Gigolo", "Galan" und "Bel Ami" eine gute Figur.

Ragtime, Dixieland und New Orleans Jazz: Die Jazzmusik der „Roaring Twenties“ ist die musikalische Grundlage für den Charleston. Diese Musik geht sofort ins Blut: Jamed P. Johnson komponierte „The Charleston“, eine Hymne aus dem Musical „Runnin‘ Wild”.

Auch Songs wie „Spank the Baby“, „Penguin Walks“ oder „Black Bottom“ machten den Charleston zum Hingucker im 4/4-Takt. Für seine Popularität sorgten nicht zuletzt die "Chocolate Kiddies" mit Musik von Duke Ellington, die ab 1925 als eines der ersten amerikanischen Jazzorchester in Berlin auftraten.

Jamed P. Johnson „The Charleston“